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Internationaler Tag gegen Rassismus

21. März 2022 | 18:30-22:55 Uhr | Kronenplatz
Plakat zum Internationalen Tag gegen Rassimus. Zu sehen ist ein Foto von Florence Brokowski-Shekete. Am oberen Bildrand steht die Aufschrift "Internationaler Tag gegen Rassismus 2022". Rechts ist ein Stempel mit dem Text "Zusammen gegen Rassismuss; 100% Menschen würde" und darunter das Buchcover von Florence Brokowski-Shekete "Mist, die versteht mich ja! Aus dem Leben einer schwarzen Deutschen". Darunter stehen weitere Eckdaten zur Veranstaltung: Montag, 21.03.2022, 19:30, Eintritt frei, Tollhaus.

Vortrag und Gespräch mit Live-Musik zum Internationalen Tag gegen Rassismus 2022

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Karlsruhe laden die Veranstalter*innen am 21. März um 19.30 Uhr zu einem besonderen Abend bei freiem Eintritt ins Kulturzentrum Tollhaus, Karlsruhe ein. Ein Vortrag zum Thema Rassismus mit einer anschließenden Gesprächsrunde bietet den Raum und die Möglichkeit für Sensibilisierung und Austausch. Die Veranstaltung wird von einer Live-Band musikalisch begleitet.

Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und einer Begrüßung der Kulturamtsleiterin Dominika Szope spricht die Pädagogin und Bestsellerautorin Florence Brokowski-Shekete über ihre beruflichen und privaten Erfahrungen zum Thema Rassismus. Im anschließenden Gespräch mit der Karlsruher Integrationsbeauftragten Meri Uhlig, welche die Veranstaltung moderiert, gibt es Möglichkeiten für Fragen aus dem Publikum. Die Band The Black Sea Shipping Company (ehemals Chupchik) lädt mit Klezmer-Balkan-Swing-Americana-Musik aus Ost und West in Englisch, Jiddisch, Bulgarisch und Russisch zum Tanzen, Zuhören und Begegnen ein.

In ihrem Vortrag teilt Florence Brokowski-Shekete persönliche Erfahrungen aus ihrem Leben, spricht über Alltagsrassismus und die beruflichen sowie privaten Herausforderungen einer Schwarzen Deutschen. Dabei teilt sie auch Erfahrungen anderer Betroffener sowie persönliche Bewältigungsstrategien. Teilnehmende erhalten dadurch Einblick in verschiedene Handlungsmöglichkeiten und werden für das Thema Rassismus sowie den Folgen auf das menschliche Miteinander sensibilisiert. Dem Thema Bildung gilt ein eigener Fokus des Vortrags. Darin geht es unter anderem um die Spannungsfelder Chancengleichheit, Akzeptanz, Offenheit und Diskriminierungs-Sensibilität – und darum, wie diese im Schul-Alltag gelebt und vermittelt werden können.

Zum Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus: https://iwgr-ka.de

Eine Kooperation der Veranstalter*innen Kulturamt Karlsruhe, Büro für Integration der Stadt Karlsruhe, Kulturzentrum Tollhaus, Internationales Begegnungszentrum (ibz) und der Antidiskriminierungsstelle sowie der Fachstelle Partnerschaft für Demokratie im Stadtjugendausschuss Karlsruhe e.V.

Über Florence Brokowski-Shekete

In ihrem Buch „Mist, die verstehen mich ja! Aus dem Leben einer Schwarzen Deutschen“ beschreibt sie Erlebnisse einer Schwarzen Frau in einer weißen Gesellschaft, den schmalen Grat zwischen witzigen Anekdoten und unschönem Alltagsrassismus, zwischen der Herausforderung, Brücken zu bauen und der, Grenzen zu setzen zwischen Integration und Identitätsfindung, zwischen Beruf und dem Muttersein als Alleinerziehende – kurz: die Lebensgeschichte einer beeindruckenden Frau. Der Spiegel-Bestseller erschien im Herbst 2020 im Berliner Orlanda Verlag.

Florence Brokowski-Shekete lebt in Heidelberg und ist Schulamtsdirektorin in Mannheim. Sie arbeitete als Lehrerin, Schulleiterin und Schulrätin. Darüber hinaus hat sie einen Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zum Thema „Diskriminierungssensible Pädagogik im Bildungskontext“. Außerdem ist sie Gründerin der Agentur FBS intercultural communication, mit der sie seit 1997 als Coach und Trainerin zahlreiche Unternehmen und Institutionen berät. Sie mischt sich ein und setzt Grenzen, wenn sie auf Alltagsrassismus stößt – nicht auch zuletzt durch „Schwarzweiss“, ihrer neuen „Geht’s nicht auch anders? – Podcast-Reihe“ zusammen mit der Journalistin Marion Kuchenny.

Weitere bevorstehende Veranstaltungen

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fachtag

Engagement für eine inklusive Zukunft: Gemeinsam gegen antimuslimischen Rassismus

9. März 2024 | 08:00-18:30 Uhr | Anne-Frank-Haus, Moltkestr. 20 76133 Karlsruhe (rollstuhlgerechter Zugang)

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus lädt die Antidiskriminierungsstelle Karlsruhe gemeinsam mit dem Deutschsprachigen Muslimkreis Karlsruhe e.V. zu einer Tagesveranstaltung ein, um die Problematik des antimuslimischen Rassismus in das Blickfeld der Gesamtgesellschaft zu rücken. Experten und Expertinnen werden dabei den Fortschritt, die Rückschläge und die Herausforderungen im Kampf gegen antimuslimischen Rassismus darlegen. Geplant sind Möglichkeiten für den Austausch untereinander und mit den Referierenden in verschiedenen Workshops, die das Thema mit unterschiedlichen Methoden bearbeiten. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit, sich über Initiativen und Projekte, die sich zur Bekämpfung von antimuslimischen Rassismus einsetzen, zu informieren und sich miteinander zu vernetzen. Der Abend wird mit einer Begrüßung durch die Veranstaltenden sowie dem Geschäftsführer des Stadtjugendausschuss Karlsruhe e.V. Daniel Melchien eröffnet. Anknüpfend an den Internationalen Frauentag am 08. März werden Rabia Küçükşahin, @immernocharlotte und Saliha Soylu mit ihren Expertisen und aus ihren Perspektiven als muslimische Frauen in Deutschland in einem moderierten Panel verschiedene Aspekte des Themas, die insbesondere muslimische und muslimisch gedachte Frauen in Deutschland betreffen, diskutieren. Abschließend wird es Raum für Fragen geben. Die Veranstaltung „Engagement für eine inklusive Zukunft: Gemeinsam gegen antimuslimischen Rassismus“ bietet eine einzigartige Gelegenheit, sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft in Karlsruhe einzusetzen und gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten. Wir laden Sie herzlich ein, an diesem wichtigen Event teilzunehmen und einen Beitrag zur Bekämpfung von antimuslimischem Rassismus zu leisten. Programm Workshop I: Gruppenidentität und Individualität Uhrzeit: 09:00 – 13:15 "Miteinander" – die deutsche Übersetzung des hebräischen Wortes "Betzavta" – beschreibt den Inhalt dieses Programms zur Demokratie- und Friedensbildung sehr genau. Es geht um das Erleben, Erfühlen, Erlernen und Begreifen eines demokratischen Miteinanders in der Gesellschaft, das zu mehr Verständnis, besseren Konfliktregelungen und damit zu mehr Frieden führt. Durch zumeist spielerisch anmutende Aktivitäten werden in sehr eindrucksvoller Weise demokratische Prinzipien, Entscheidungsprozesse und "Machtverhältnisse" erfahrbar gemacht. Betzavta wurde vom Jerusalemer ADAM Institut mit Israeli*nnen und Palästinenser*innen als Konzept zur Demokratie- und Friedenserziehung entwickelt und wird in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit wirkungsvoll eingesetzt. Workshop-Leitung: Rabia Küçükşahin, Betzavta Ausbilderin, Religionswissenschaft (M.A.), Jurastudentin Jürgen Schlicher, Geschäftsführer Diversity Works, Betzavta-Ausbilder Workshop II: „Antimuslimischer Rassismus - wie wir ihn ungewollt im Alltag reproduzieren“ Uhrzeit: 09:00 – 13:00 Dieser Workshop richtet sich an alle, die nicht rassistisch denken oder handeln möchten. Wir schaffen gemeinsam einen Raum sich mit antimuslimischem Rassismus nicht nur auf einer theoretischen Ebene, sondern auch auf einer persönlicher Ebene auseinanderzusetzen. Ziel ist es nicht „mit dem Finger auf einzelne Personen zu zeigen“, sondern antimuslimischen Rassismus als gesamtgesellschaftlichen Alltag in Deutschland zu erkennen, um ihm entgegenzutreten. Dabei schauen wir nicht nur darauf wie sich historische Narrative und Feindbilder bis heute halten, sondern auch wie wir in bestimmten Situationen selbst reagieren und handeln können. Workshop-Leitung: @immernocharlotte: Bildungsreferentin & Aktivistin gegen antimuslimischen Rassismus, Podcast Host „Islamschnack“ Workshop III: „Diskriminierung und Rassismus?! Erkennen und Handeln.“ Uhrzeit: 09:00 – 13:00 Deutschland ist ein Land mit einer sehr vielfältigen Gesellschaft. Diskriminierungen geschehen hier alltäglich, meist allerdings unbewusst und ohne böse Absicht. Die Auswirkungen für die Betroffenen sind jedoch nicht weniger schlimm. Aus diesem Grund ist es wichtig alltägliche Diskriminierung zu erkennen. Dieser Workshop bietet einen Einstieg, um sich mit dem Thema Diskriminierung und Rassismus auseinanderzusetzen. Um die Wirkung von Diskriminierung zu verstehen, ist es wichtig das eigene Handeln zu reflektieren und Perspektiven zu wechseln. So werden im Rahmen des Workshops anhand von verschiedenen Übungen erste Impulse zur Selbstreflexion und zum Perspektivwechsel auf diskriminierendes Verhalten mitgegeben. Workshopleitung: Antidiskriminierungsstelle Karlsruhe Infofoyer mit Snacks & Kuchen Uhrzeit: 14:00 – 16:30 Möglichkeit sich über Initiativen und Projekte, die sich zur Bekämpfung von antimuslimischen Rassismus einsetzen, zu informieren und sich miteinander zu vernetzen. Fachpodium mit Rabia Küçükşahin, @immernocharlotte und Saliha Soylu Uhrzeit: 17:00 – ca. 19:30 Begrüßung durch die Veranstaltenden sowie dem Geschäftsführer des Stadtjugendausschuss Karlsruhe e.V. Daniel Melchien. Anknüpfend an den Internationalen Frauentag am 08. März werden Rabia Küçükşahin, @immernocharlotte und Saliha Soylu mit ihren Expertisen und aus ihren Perspektiven als muslimische Frauen in Deutschland in einem moderierten Panel verschiedene Aspekte des Themas, die insbesondere muslimische und muslimisch gedachte Frauen in Deutschland betreffen, diskutieren. Abschließend wird es Raum für Fragen geben. Weitere Hinweise: Ab ca. 12:00 Uhr wird ein Awareness-Team vor Ort sein.

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sonstiges

Lesungen für Schulklassen aus „JOKESI Club“ mit Autorin Tayo Awosusi-Onutor

18. März 2024 | 08:00-10:30 Uhr |

Die Antidiskriminierungsstelle Karlsruhe führt in Kooperation mit der Jugendbibliothek Karlsruhe im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus eine Lesung mit Autorin Tayo Awosusi-Onutor aus ihrem Kinderbuch "JOKESI Club. Jekh, Dui, Drin - 3 Freundinnen in Berlin" für Schulklassen durch. Tayo Awosusi-Onutor ist Autorin, Verlagsinhaberin, politische Aktivistin, Mutter, Sängerin und Songwriterin. Die Afro-Sintezza ist in Karlsruhe aufgewachsen und wohnt jetzt in Berlin. In dem Buch geht es um Jovanka, Kemi und Sina. Sie sind die besten Freundinnen und zufälligerweise auch die Gründerinnen vom JOKESI Club. Der Club hat schon so einige knifflige Rätsel und Fälle gelöst. Außer ihrer Freundschaft haben die drei Freundinnen noch etwas gemeinsam. Jovanka und Kemis Familie sind Roma. Sinas Familie sind Sinti. Die 3 Freundinnen gehen in die 4. Klasse einer Grundschule in Berlin. Eigentlich läuft alles ganz normal, wie immer eben. Bis nach den Herbstferien Lukas neu in ihre Klasse kommt. Lukas scheint ganz nett zu sein und etwas schüchtern. Er trägt immer eine grüne Mütze. Wahrscheinlich ist die Mütze sein Glücksbringer. Eines Tages sehen die 3 Freundinnen Lukas hinter der Turnhalle weinend auf dem Boden sitzen. Was ist da nur passiert? Wieso weint Lukas? Und wo ist seine grüne Mütze? Jovanka, Kemi und Sina wissen sofort: Das ist ein Fall für den JOKESI Club. JOKESI Club ist das erste deutschsprachige Kinderbuch mit romani und sinti Charakteren als Heldinnen der Geschichte! Das Buch ist illustriert von Olufemi Stella Awosusi und herausgegeben von Tayo Awosusi-Onutor. Website des Buches: www.omobooksverlag.de

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workshop

Klassismus Empowerment Workshop

24. April 2024 | 16:00-19:00 Uhr | Kulturküche Karlsruhe, Kaiserstraße 47, 76131 Karlsruhe

Mit kreativen Methoden soziale Benachteiligung verstehen Wann: April bis Juni Mittwochs 18 - 21 Uhr 24.04.24 08.05.24 29.05.24 12.06.24 26.06.24 Was? Du weißt nicht, ob dein Geld bis zum Monatsende reicht? Vielleicht bist du die erste Person in deiner Familie, die studiert hat? Fühlst du dich im Studium bei manchen Gesprächen total fehl am Platz, traust dich aber nicht das zu äußern? Für wen? Der Workshop richtet sich an junge Erwachsene bis 27 Jahre, die selbst von sozialer Benachteiligung betroffen sind. Wenn du dir unsicher bist, ob das auf dich zutrifft, sprich uns gerne an! Der Workshop ist kostenlos. Wie? Mit kreativen Methoden wollen wir darüber sprechen, was soziale Benachteiligung mit uns macht. Wie hängen finanzieller Status, Bildung und psychische Gesundheit zusammen? Wie funktioniert soziale Benachteiligung? Wie können wir uns stärken, wenn wir davon betroffen sind? Wer? Der Workshop wird geleitet von Lisa Jürgens (Bildungsreferentin, Antidiskriminierungsstelle Karlsruhe) und Noemi Nemes (Soziologin und Coachin). Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie sich soziale Benachteiligung anfühlt.

Kontakt

Wir hören zu.

Mit unserer Beratung bieten wir schnelle und professionelle Hilfe an. Wir geben eine erste Einschätzung in Hinblick auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und zeigen mögliche Vorgehensweisen auf.

Nehmen Sie Kontakt auf!

Sie wurden diskriminiert oder haben ein anderes Anliegen? Sie erreichen uns telefonisch, per E-Mail oder über unser Kontaktformular.

Postfach:
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Phone number
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Der Zugang zu den Räumlichkeiten und die Räume der ADS Karlsruhe sind barrierefrei. Es gibt eine barrierefreie Toilette.

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